Orientierung im Ernstfall
Tiernotfall: Was Sie jetzt tun können
Bei akuten Warnzeichen sofort telefonisch tierärztliche Hilfe holen. Diese Schritte helfen, die Situation sicher zu übergeben.
Zuerst das Wichtigste
Erste Schritte
Eine kurze, ruhige Übergabe hilft dem Notdienst einzuschätzen, was als Nächstes nötig ist.
Eigenschutz beachten und Ruhe bewahren
Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr. Schmerzen und Angst können Abwehrreaktionen auslösen. Sichern Sie das Tier vorsichtig und nur, wenn es für Sie sicher ist, aus einer unmittelbaren Gefahrenzone.
Bei Warnzeichen sofort telefonisch abklären
Rufen Sie den zuständigen tierärztlichen Notdienst an und melden Sie den Notfall an, bevor Sie losfahren. Beschreiben Sie kurz, was passiert ist und wie es dem Tier gerade geht. Folgen Sie den telefonischen Anweisungen.
Keine Mittel auf eigene Faust geben
Geben Sie keine Medikamente oder Hausmittel und lösen Sie kein Erbrechen aus, außer eine Tierärztin oder ein Tierarzt weist Sie ausdrücklich dazu an. Bei möglicher Giftaufnahme Verpackung oder Pflanzenrest bereithalten.
Nicht abwarten
Wann sofort tierärztliche Hilfe nötig ist
Diese Liste ist nicht vollständig. Bei starken Schmerzen, deutlicher Verschlechterung oder Unsicherheit rufen Sie bitte ebenfalls zeitnah an.
- Bewusstlosigkeit oder Kollaps
- Atemnot oder deutlich erschwerte Atmung
- Starke oder nicht stillbare Blutungen
- Krampfanfälle oder sehr blasse Schleimhäute
- Probleme beim Harnlassen
- Anhaltendes blutiges Erbrechen oder Durchfall
- Plötzliche Lähmung oder Koordinationsstörungen
- Augenverletzungen
- Verschlucken von Gift oder einem Fremdkörper
- Hitzschlag, Verbrennung oder Verbrühung
- Schwerer Unfall
- Starke Schmerzen oder eine rasche Verschlechterung
Gut vorbereitet sprechen
Für Telefonat und Transport
Sie müssen nicht erst alles zusammensuchen. Rufen Sie bei einem ernsten Warnzeichen sofort an und geben Sie die Informationen weiter, die Sie bereits haben.
- Tierart, Alter, ungefähres Gewicht und bekannte Erkrankungen
- Welche Veränderungen Sie beobachten und wann sie begonnen haben
- Wie sich die Symptome seitdem verändert haben
- Bei Unfall oder möglicher Giftaufnahme: was, wie viel und wann – wenn vorhanden mit Verpackung oder Pflanzenrest
- Bekannte Medikamente und wichtige vorhandene Unterlagen
Bereiten Sie den Transport nach telefonischer Rücksprache vor. Sichern Sie ein schmerzendes oder verängstigtes Tier besonders vorsichtig und folgen Sie den Anweisungen des tierärztlichen Teams.
Quellen und wichtige Grenze
Diese Seite ersetzt keine Untersuchung und kann die Dringlichkeit im Einzelfall nicht beurteilen. Im Zweifel lassen Sie die Situation telefonisch tierärztlich einschätzen. Die Regionalzuordnung und Erreichbarkeit können sich ändern; prüfen Sie die Angaben direkt bei den zuständigen Stellen.
- Tierärztekammer Nordrhein: Notfalldienst und regionale Zuordnung (öffnet in neuem Tab)
- Tierärztlicher Notdienstring Rhein-Erft-Kreis (öffnet in neuem Tab)
- TiHo Hannover: Erste-Hilfe-Maßnahmen für Hunde und Katzen (öffnet in neuem Tab)
- TiHo Hannover: Hinweise bei möglicher Vergiftung (öffnet in neuem Tab)